IMPRO-Visionen

Die IMPRO-VISIONEN sind eine neue Theaterform, die Objekttheater live mit Schauspiel verbindet, In der Projektion verwandelen sich Gegenstände und Szenographien augenblicklich zu einem Film, der begehbar ist – und vorallem bespielbar. Mal mit dem Fokus auf Inszenierung, mal auf Improvisation. Seit 2017 entwickeln wir, das ENsemble FILM RISS THEATER das Format in Kooperation mit der Schaubude Berlin. So entstanden Dank mehrfacher Förderung durch den Hauptstadtkulturfonds und eine Stipendium der Kulturstiftung des Bundes die unterscheidlichsten Spielformen, manchmal stehen literarische Vorlagen im Vordergrund, mal KLassikeradaptionen für Kinder, manchmal spielen wir ohne Worte. In jejder Spielart ist die Musik ein bindendes Element, das die Stationen Objekttheater, BIlderwelt und Schahuspiel nicht nur ergänzt sondern manchmal auch “dirigiert”.  seit 2018 spielen wir auch zusammen mit Künstlern in und aus Gaza. denn unsere live-Szeographie ist auch von dort aus bespielbar. ZUr Zeit befassen wir uns mit dem Thema 1001 Nacht. Kann Geschichten-Erzählen Lebenserhaltende Maßnahme sein? Wie erreicht man ein Gegenüber, das eine ganz andere Sprache spricht? oder das für uns unsichtbar ist, weil wir in letzter zeit immer weniger “In echt” spielen konnten, sondern via Zoom oder youtube.

Obwohl unser Format sher corona-tauglich ist und wir uns schon seit langem des live-streams bedienen (z.B. um unsere Kollegen aus GAza auf die Schaubude Berlin zu “beamen”), kommt unser grenzüberschreitendes SPiel zur Zeit an seine eigenen Grenzen. denn wenigstens einen Fuß auf dem TheaterBoden, wünschen wir uns sehr. Die IMPRO-VISIONEN leben vom Augenblick und vom Input der Zuschauer.

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Entwickelt wurden sie von Miriam Sachs und Lorenc Kaposvari seit November 2016; Damals dank einer Förderung des Kiezfonds Lichtenberg und dem Ehrenamtsfonds Lichtenberg. Hinzu kamen Uta Zech und Kristina Feix, deren THEATER-REMISE das Work-In-Progress-Labor beherbergte, so wie Leo Solter und Kerstin Kaernbach, die dem visuellen Geschehen  Töne, Klänge, Sound und Musik hinzufügten. Im Zuge unserer ersten großen Inszeneirung mit KÜnstlern in Gaza, Jamal Abu Alqumsan und Deeb ELqumssan kam der türkische Filmregisseur Emre Birismen als Live-stream-techniker, aber vor allem auch als visual artist dazu.

Die Idee, Impro-Theater mit multimedialer Performance zu kombinieren, hatte Miriam Sachs bereits 2011 im Zuge der interdisziplinären Reihe NEUNMALKLEIST, jedoch lag der Fokus immer auf Inszenierung und Choreographie – ergänzt mit Inseln der freien Improvisation. Auch 2013 im Projekt DIE KINOGÄNGE DES FRANZ K. war ein Spiel mit Objekten vor der  Insight-Kamera eines Notbooks geplant. Ebenso wie die simultane Projektion auf einen transparenten Vorhang, hinter dem der Zauber des Spielens im Film möglich war.

Erst das Werkstattgefühl und das langsame Laborieren am Format während der ehremamtlichen Workshop-Arbeit (2016) in den BLO-Ateliers am Nöldner Platz und als Gast in der Theater-Remise von Kristina Feix ermöglichten das Entstehen des neuen Theaterformats, das eher simple Technik mit impulsivem und körperlichem Spiel kombiniert und im Auge des Betrachters zu poetischem Kopfkino zusammenfügt.

Improvisation ist die Möglichkeit, im Augenblick etwas entstehen zu lassen – für und mit dem Publikum. Wir nehmen das “Augen-Blickliche” wörtlich und spielen mit der visuellen Wahrnehmung. Auf hauchdünner Vorhang-Gaze zaubern wir Projektionen von dem, was die Zuschauer uns zur Verfügung stellen. Eine Zeitung, zwischen deren Zeilen und Schlagzeilen man spazieren gehen kann, und in deren Bildern man sich neben Polit-Prominenz drängelt und die aktuelle Tagesrealität weiterspinnt, eine Tüte Gummibärchen, die zum Alien-Tierpark mutiert, eine Geldbörse, in der man Motorbot fahren kann.
Wie das geht?  Selber sehen, selber ausprobieren: In der Schaubude, Berlin. 1 x im Monat an einem Mittwoch. Oder in unseren Workshops.

auto.jpgutafaehrtGeldboerseMiriam Sachs fährt Locher   –  Uta Zech fährt Geldbörse                             (Foto: Grosch)

https://www.youtube.com/watch?v=NnEf0MIEgi0

ARCHIV / Was bisher geschah

17. Dezember, BLO-Ateliers via youtube “SHEHERAZADE RINGT UM WORTE”, Jamsessison

30. November: Schaubude via Zoom und Livestram: “BLICK ZURÜCK NACH GAZA” gefördert von der Rosa Luxemburg Stiftung

26. September 2020: zur Langen Nacht der Familien “Das fliegende Wohnzimmer”, Dank KSB und Fodaku

19./20. September 2020 Workshop “Das fliegende Wohnzimmer”

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6. Dez. 2019, Voraufführung “HEMMINGWAY. GAZA. BIG FISH”, gefördert vom HKF und der Rosa Luxemburg Stiftung

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ARENA FESTIVAL, Erlangen “SÜNDENFÄLLE”

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Juli 2019. Gottesruhkapelle WIndsbach. workshop und Inszenierung

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Februar 2019 Kinderstück “HELDENSPIELPLATZ”, frei nach Ovids Metamorphosen

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Schaubude Berlin IMPROVISIONEN 2018, gefördert vom HKF:

9. November “WEST-ÖSTLICHER-DIVAN II” (mit Gaza)

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8. Oktober “KOSMOLOGISCHER SPAZIERGANG”

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7. September “METAMORPHISEN II”

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6. Juni “METAMORPHOSEN I” im Rahmen des Perfroming Arts Festival

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5. Mai “WEST-ÖSTLICHER DIVAN I” (mit Gaza)

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4. April “ANATOMIE”VIVISEKTIONEN_nurBILD

3. März “LIEBLINGSBÜCHER”

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2. Februar “SÜNDENFÄLLE” (Kleist: Über das Marionettentheater)

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14. Februar, 20 Uhr, Schaubude, Berlin, IMPRO-VISIONEN: “Sündenfälle” PREMIERE!

FILM RISS THEATER erfüllt sich in Kooperation mit der Schaubude Berlin den seit langem gehegten Traum: Filme zu begehen und in deren Bilderwelten zu spielen. Im Februar präsentieren wir nun unser neues MODUL “Spaziergang zwischen den Zeilen”:

Dieses neue Improtheaterformat erzählt assoziativ und multimedial Geschichten, die inspiriert sind von klassischer Literatur – wie Kleists Werken, Kafkas Tagebüchern oder Goethes Lyrik, diese jedoch eher als Sprungschanze nutzen zu einer Reise ins Ungewisse – gemeinsam mit dem Publikum und im Gepäck das, was die Zuschauer mitbringen. Das Making of findet auf einer kleinen Tischbühne statt vor den Augen der Zuschauer und mit Gegenständen, die direkt aus den Taschen der Zuschauer stammen und sich auf der großen Bühne und in der Projektion auf transparentem Vorhang zu phantastischen Szenerien verwandeln. Aus 0,3-Liter-Flaschen werden Unterwasserwelten, aus Schlüsselanhängern Schätze, die es zu bergen gilt, aus einer Tüte Gummibärchen ein außerirdischer Zoo.

Eimnal im Monat (immer an einem Mittwoch) sind die IMPRO-VISIONEN in der Schaubude Berlin zu sehen. Beginn ist 20 Uhr. Am 14.2. ist das Thema SÜNDENFÄLLE.

Ob es um Erkenntnissuche und angebissene Äpfel geht, verbotenen Sex, die Vertreibung aus dem Paradies oder die persönlichen Bewältigungsstrategien des Puplikums bei der Zurückeroberung des selben – Heinrich von Kleists Essay »Über das Marionettentheater« dient als Ausgangspunkt der Reise, die »Impro-Visionen« heben die Gesetze der Schwerkraft auf und suchen den Weg dorthin. Das Wie bestimmt das Publikum, und was es im Gepäck hat, das verwandelt sich vor der Kamera zur begehbaren Projektionswelt:  zum Garten Eden, aus dem man hinauskatapultiert wird, oder zur gebrechlichen Einrichtung der Welt, durch die man wie die Figuren Kleists stolpert auf der Suche nach dem Hintertürchen „Zurück ins Paradies“.

Und wieso sollte man ausgerechnet den Valentinstag mit Kleist verbringen??? – Wir mögen den halt!

goetter

10. Januar, 2018: SCHAUBUDE, Improvisionen #4 Menschen, Götter, vergiftete Äpfel

20. Dezember, 2017: SCHAUBUDE, Improvisionen #3 VÄTER UND SÖHNE

8. November, 2017: SCHAUBUDE, Improvisionen #2 DIE ENTDECKUNG DES OSTPOLS

25. Oktober, 2017: SCHAUBUDE, Improvisionen #1

  1. JULI  “OPEN SPACE FESTIVAL, Schaubude Berlin

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