IMPRO-Visionen

IMPRO-VISIONEN ist ein neues Improtheater-Format, das als Kooperation zwischen FILM RISS THEATER und der Schaubude Berlin zur Zeit einmal im Monat im Abendprogramm der Schaubude läuft (immer an einem Mittwoch).

Entwickelt wurden sie von Miriam Sachs und Lorenc Kaposvari seit November 2016; Damals dank einer Förderung des Kiezfonds Lichtenberg und dem Ehrenamtsfonds Lichtenberg. Hinzu kamen Uta Zech und Kristina Feix, deren THEATER-REMISE das Work-In-Progress-Labor beherbergte, so wie Leo Solter, der dem visuellen Geschehen  Töne, Klänge, Sound und Musik hinzufügt.

Die Idee, Impro-Theater mit multimedialer Performance zu kombinieren, hatte Miriam Sachs bereits 2011 im Zuge der interdisziplinären Reihe NEUNMALKLEIST, jedoch lag der Fokus immer auf Inszenierung und Choreographie – ergänzt mit Inseln der freien Improvisation. Auch 2013 im Projekt DIE KINOGÄNGE DES FRANZ K. war ein Spiel mit Objekten vor der  Insight-Kamera eines Notbooks geplant. Ebenso wie die simultane Projektion auf einen transparenten Vorhang, hinter dem der Zauber des Spielens im Film möglich war.

Erst das Werkstattgefühl und das langsame Laborieren am Format während der ehremamtlichen Workshop-Arbeit (2016) in den BLO-Ateliers am Nöldner Platz und als Gast in der Theater-Remise von Kristina Feix ermöglichten das Entstehen des neuen Theaterformats, das eher simple Technik mit impulsivem und körperlichem Spiel kombiniert und im Auge des Betrachters zu poetischem Kopfkino zusammenfügt.

Improvisation ist die Möglichkeit, im Augenblick etwas entstehen zu lassen – für und mit dem Publikum. Wir nehmen das “Augen-Blickliche” wörtlich und spielen mit der visuellen Wahrnehmung. Auf hauchdünner Vorhang-Gaze zaubern wir Projektionen von dem, was die Zuschauer uns zur Verfügung stellen. Eine Zeitung, zwischen deren Zeilen und Schlagzeilen man spazieren gehen kann, und in deren Bildern man sich neben Polit-Prominenz drängelt und die aktuelle Tagesrealität weiterspinnt, eine Tüte Gummibärchen, die zum Alien-Tierpark mutiert, eine Geldbörse, in der man Motorbot fahren kann.
Wie das geht?  Selber sehen, selber ausprobieren: In der Schaubude, Berlin. 1 x im Monat an einem Mittwoch. Oder in unseren Workshops.

auto.jpgutafaehrtGeldboerseMiriam Sachs fährt Locher   –  Uta Zech fährt Geldbörse                             (Foto: Grosch)

Dank einer Förderung durch den Hauptstadtkulturfonds zwei neue Unterformate: SPAZIERGANG ZWISCHEN DEN ZEILEN – hier dienen literarische Werke als Sprungschanze in die Phantasie der Improvisation – und eine KOOPERATION MIT EINEM THEATER IN GAZA: Hier wird über Bande gespielt: Theaterleute, denen Gastpiele außerhalb nicht möglich sind und für die selbst Auftritte in Gaza oftmals mit Kompromissen (Zensur) und vielen Auflagen und erschwerten Bedingungen verbunden sind, treffen sich mit den Akteuren der Improvisionen im Livestream. Gaza liefert Bild und Szenographie, Berlin das Live-Spiel – und umgekehrt.

https://www.youtube.com/watch?v=NnEf0MIEgi0

Um diese Kooperation vorzubereiten, reist Miriam Sachs Mitte Februar nach Gaza und hospitiert bei der Theaterarbeit von Jamal Abu Alquamsan. Spenden zu diesem Projekt sind herzlich willkommen und können ab Mitte Februar direkt nach Gaza weitergeleitet werden. Kontakt: sachs-film@web.de

Premiere  ca.  Mai 2018, Schaubude Berlin,  “West-Östlicher Divan”

 

ARCHIV / Was bisher geschah

10. Januar, 2018: SCHAUBUDE, Improvisionen #4 Menschen, Götter, vergiftete Äpfel

20. Dezember, 2017: SCHAUBUDE, Improvisionen #3 VÄTER UND SÖHNE

8. November, 2017: SCHAUBUDE, Improvisionen #2 DIE ENTDECKUNG DES OSTPOLS

25. Oktober, 2017: SCHAUBUDE, Improvisionen #1

  1. JULI  “OPEN SPACE FESTIVAL, Schaubude Berlin

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