“Oh mein Gott, Sie müssen den Film wirklich lieben!”

Zitat aus Woody Allen’s “The Purple Rose of Cairo”

Uta Z. in der Projektion eines alten Filmmagazins. Hand rechts am Vorhang: Kerstin K.

FILM RISS THEATER ist ein Pool von Künstlern um die Autorin und Regisseurin Miriam Sachs, die nach Schnittstellen zwischen Theater und Film suchen: Der Zauber des Augenblicks, die Publikumsnähe, die das Theater prägt, trifft auf die Intimität und die Bilderkraft des Films. So entstanden ungewöhnliche Inszenierungen wie z.B. NÄCHSTES JAHR IN JERUSALEM (Neuköllner Oper, 2009) ,ODYSSSEUS. KRIEG. ENTZUG, Theater unterm Dach 2012 oder 2013 im Ballhaus Ost: DIE KINOGÄNGE des FRANZ K. Das Hineinspringen in einen Film, ist ein Kindheitsraum von Miriam Sachs, nicht umsonst ist “The purple Rose of Cairo einer ihrer Lieblingsfilme”: Die Vorstellung im wahrsten Sinne des Wortes IN einen Film zu gehen, oder Figuren des Films in die Wirklichkeit zu holen, ist ein heimlicher Traum. Da Filme aber (meistens!) geschlossene Systeme sind, perfekte Produkte langwieriger Arbeitsprozesse, bedarf es des Theaters um ein Hintertürchen zu finden. seit 2016 entwickelte FILM RISS THEATER das Spiel in der Projektion zu einem interaktiven Format aus, das den “Film” live vor den Agen der Zuschauer entstehen läßt: durch Objekttheater, dem Spiel mit Gegenständen vor einer Insight-Kamera eines Notebooks. was sich auf der Miniaturbühne abspielt, wird im selben Moment auf einen dünnen transparenten Vorhang projiziert. Eine Leinwand die eine Spielfläche entstehen läßt die betretbar ist. Schauspieler werden dahinter zu Kollegen der Objekte. ein zauberhafter Prozess, der aber nicht nur von der Ästhetik lebt, sondern in erster Linie davon, daß Objekttheaterspieler und Schauspieler, Gegenstand und Mensch sich gegenseitig beeinflussen, ihre Bewegungen synchronisieren, von einander abnehmen.

nach diesem Grundprinzip entstand die Reihe IMPRO-VISIONEN an der Schaubude Berlin, bei der der Fokus auf dem Entstehen der Geschichten im Augenblick liegt. Die bewegten Gegenstände vor der Kamera stammen vom Publikum selbst!

Ebenfalls im Rahmen der IMPRO-VISIONEN entwickelte sich unsere ZUsammenarbeit mit Künstlern in Gaza. Das Unterformat “West Östlicher Divan” entstand. Seitdem gehen wir nicht nur “IN den Film”, spielen nicht nur mit Alltagsgegenständen, sondern beamen uns auch noch neue “echte” Kollegen dazu.

im Februar 2019 entstand unser erstes Kinderstück, frei nach einer Metamorphose des Ovid.

im Dezember 2019 hatte unsere bisher größte Inszenierung mit unseren Kollegen in Gaza Premiere: HEMINGWAY. GAZA. BIG FISH. ist wie auch das Kinderstück fest inszeniert, dennoch öffnen wir es zum Publikum hin, indem wir auch ergänzend Gegenstände aus dem Publikum einsammeln.

Ab 2021 entsteht ein neues Format, das den Vorgang des Erzählens in den Vordergrund stellt. Nach Motiven aus “Tausendundeine Nacht” ringen wir um Worte, Verständigung und vor allem um Geschichten, die beide Seiten berühren: Gaza udn Berlin. ob mit Händen und Füßen gespielt, in Bildern, Musik, Phantasiesprache oder Worten. Literatur ist eine lebenserhaltende Maßnahme.

 

Hurra! endlich!

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wir wurden vom Goethe-Institut gefördert! Wahnsinn! wir freuen uns über dies Förderung um so mehr, weil es endlich bedeutet, daß wir auch Vorstellungen im Gazastreifen in Angriff nehmen können. Im letzten Jahr hatten wir das Glück unser Training fortsetzen zu können Dank des Take-Care-Programmes des Fonds darstellende Künste und unsere Arbeit mit Künstlern in Gaza konnte weitergehen Dank eines Stipendiums der Bundeskulturstiftung. Aber es handelte sich immer um Gelder für Arbeitn in Berlin. Der Koproduktionsfonds des Goethe-Instituts aber richtet sich an internantionale Teams. Das heißt die Kollegen in Gaza sind diesmal die Projektinitiatoren und wir der zweite Kooperationspartner. Gratulation!!!

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